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Der Hafen erwacht

So ganz langsam wacht der Hafen auf. Man merkt, dass Ostern naht und es die Menschen zu den Schiffen zieht. Ob Bootseigner oder Charter-Crews, ob Segellehrer oder Personal.

Wir sind jetzt seit Anfang März in der Marina und waren anfangs mit den Werftarbeitern fast die einzigen Bootseigner, die auf ihrem Schiff waren. Die Marina heißt "Marina Kremik": https://marina-kremik.com/de/ , hat knapp 400 Liegeplätze und ist 35 km vom Flughafen Split entfernt. Zu Marina gehört neben der Rezeption ein schönes Hafenrestaurant, wo wir gerne und lecker essen können, oder uns einen Kaffee oder ein Radler auf der großen Terrasse gönnen. Das Restaurant hat seit dem 1.4. auch wieder geöffnet, obwohl sich das sicher noch nicht wirklich lohnt. Ein neuer Bootsbedarf-Laden eröffnet hoffentlich bald. Im alten Laden gab es fast nie das, was wir brauchten und wir hoffen, dass sich das jetzt bessert.


In den knapp 4 Wochen, die wir jetzt hier sind, haben wir schon einige unserer Stegnachbarn wiedergesehen. Es gibt 4 Segellehrer am Steg, die auf den eigenen Booten Schulungen anbieten. Alle 4 waren schon da und haben ihre Boote vorbereitet, damit die Oster-Schüler auf sauberen, intakten Booten geschult werden können. Also gab es schonmal das ein oder andere Gespräch und Feierabendbier. Am Nachbarsteg sind 2 Segelschul-Boote seit 2 Wochen ausgebucht. Es ist immer sehr interessant die Segelanfänger zu beobachten. Tasse Kaffee dazu und du brauchst keine andere Beschäftigung ;-)

Einer unserer Nachbarn hat ein neues Boot gekauft, das noch hier hin überführt werden muss. Aber vorher hieß es das alte Boot ausräumen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, was alles auf ein 12m-Schiff passt. Thorsten hat fleißig geholfen, weil es für 1 Person gar nicht zu schaffen war. Ich hab derweil mal Radler kaltgestellt...


Dann trifft man die Menschen, deren Boot gerade aus dem Wasser gehoben wurden, weil etwas am Unterwasserschiff repariert oder gestrichen werden muss. Eine unbequeme Situation für die Besitzer. So ein Boot aufgebockt ist nämlich ziemlich hoch und man muss mit einer Leiter hochklettern. Man kann darin wohnen, aber kein Wasser benutzen, nicht auf Toilette, und ALLES muss diese Leiter rauf und runter. Wir haben das auch schon einen Winter hinter uns... Entweder das, oder man hat ein Wohnmobil oder lebt im Hotel/Ferienwohnung.

Weiterhin haben wir ein nettes Paar kennengelernt, die gerade ein Boot in unserem Hafen gekauft haben und es in Besitz genommen haben. Da wird gefachsimpelt, das ein oder andere Getränk konsumiert und Werkzeug verliehen. Nach 1 Woche sind sie dann erstmal wieder gefahren, um bald wieder zu kommen.


Das Schöne hier ist, dass es viele deutschsprachige Menschen gibt. Österreicher, Schweizer und Deutsche. Daneben auch Bulgaren, Tschechen und Polen. Da hilft dann oft Englisch weiter. Die Kroaten selber können sich leider keine Boote leisten. Die Löhne sind extrem niedrig. Kroaten, die hier arbeiten sprechen oft auch deutsch und manchmal englisch, sodass es mit der Verständigung auch ohne Kroatisch-Kenntnisse gut klappt.


Wann unser Mini-Markt aufmacht ist ungewiss - wie jedes Jahr. Darüber gibt es irgendwie keine Auskunft, da muss man immer mal gucken gehen.

Und dann gibt es noch Veras Obst- und Gemüsestand. Sie soll Ostern kommen....


Am belebtesten sind die Charter-Firmen. Alle Boote müssen für die Saison vorbereitet werden. Da werden an manchen Tagen alle Segel geprüft, oder die Leinen neu gemacht. Es wird geputzt, poliert, gewerkelt. Einige Charter-Crews waren auch schon jeweils 1 Woche auf dem Boot. Aber ehrlich gesagt, ist das eher was für Hartgesottene. Es ist schon noch sehr frisch.

Ein lustiges Phänomen beschreibt die kroatische Mentalität sehr gut: wenn du mehrere Service-Mitarbeiter verschiedener Gewerke auf einem Boot arbeiten siehst, also das Teak wird repariert, das Boot poliert, die Segel kontrolliert ... dann kannst du fast sicher sein, das am nächsten oder spätestens übernächsten Tag der Eigner kommt, der das vermutlich vor Wochen schon beauftragt hat. Völlig normal hier! Nema problema ;-)



Und nicht, dass jetzt ein Missverständnis entsteht - dieser nette Mensch auf dem Foto ist sehr gerne bereit zu helfen und kommt immer mal vorbei, um HALLO zu sagen!










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